Samstag, 16. Januar 2016

[tmdfashion goes fit] 5 meiner Ernährungs - No Gos


Heute habe ich mal eine Liste mit den 5 Dingen zusammengestellt, die ich beim Thema Ernährung vermeide. Ich lasse sowas wie "Fast Food essen" mal außen vor, weil das für mich zu offensichtlich ist. Die Menge machts, klar, aber ich werde von sowas nie satt und ich muss bei Pommes und Co sowieso immer an Supersize Me von Morgan Spurlock denken :)


Nummer 1: Nahrungsergänzungsmittel

Ein fieses Thema, zumal hierzu wirklich so viele Mythen existieren. Wenn man sich ausgewogen ernährt, muss man meines Erachtens keine Mittelchen zu sich nehmen. Ich esse z.B. wenig rotes Fleisch und habe trotzdem einen super Eisenwert (wurde letztens beim Blutspenden getestet). Zu viel Konsum von Vitaminen und Co. kann sogar schaden, siehe z.B. die Aufzählung beim Focus. Da vielen Lebensmitteln ohnehin schon Stoffe zugesetzt sind (vor allem Vitamin C) achte ich darauf, wo nichts extra drin ist. Ich sage nur "Magnesium hilft gegen Krämpfe im Bein?"- nö, wahrscheinlich nicht mehr als ein Placebo (s. den Artikel im Spiegel)!

Ich muss immer daran denken, dass meine Urgroßeltern inzwischen beide Mitte/Ende 90 sind und niemals irgendwelches Ergänzungsmittel genommen haben. Wenn wirklich ein Mangel auftreten sollte, würde ich doch zuallererst versuchen, das über meine Ernährung hinzubekommen, anstatt irgendwelche Pillen oder Pulver zu schlucken. Den täglichen Vitamin C-Bedarf erfüllt man durch den Konsum einer Kiwi z.B. schon über! Und wer Obst nicht mag: es gibt auch Gemüse mit hohem Vitamin C-Gehalt (Brokkoli, Grünkohl, Spinat).


Nummer 2: (Haushalts-)Zucker

Ja, Zucker ist ganz offensichtlich nicht das beste Nahrungsmittel, trotzdem steht es auf meiner Liste. Der Grund ist, dass ich erst nach und nach bemerkt habe, wie viel man davon eigentlich konsumiert, und die Menge ist ganz schön erschreckend. So esse ich zum Beispiel seit längerem keine Marmelade mehr, weil ich die Früchte lieber frisch zu mir nehme. Auf Fruchtsäfte und Softdrinks verzichte ich seit inzwischen fünfeinhalb Jahren, genau seit dem Sommerurlaub 2010. Stattdessen gibt es Wasser und Tee, und ich vermisse gar nichts. Ich presse mir manchmal Orangen aus oder mache Smoothies, aber da weiß ich, was in meinem Saft drin ist, nämlich nur frisches Obst und Wasser.

Am schwersten fiel es mir, das Backen umzustellen. Achtet mal darauf, die meisten Rezepte bestehen zu 1/3 oder mehr aus Zucker. Wenn man den Zucker partout nicht verringern kann, ohne dass das Rezept in die Hose geht, bereite ich es nicht mehr zu, ansonsten nehme ich weniger Zucker. Ersatzstoffe nutze ich eigentlich nicht, weil fast jeder irgendein Manko hat (auch Agavendicksaft ist Zucker!). Ihr seht, dass ich Fruktose hier bewusst nicht erwähne, weil ich der Meinung bin, dass Obst nicht dasselbe ist wie Gummibären, Schokolade oder andere Süßigkeiten (die ich mir in kleinen Portionen von Zeit zu Zeit aber auch genehmige, so ist es nicht).

Süßes esse ich nur noch selten, vor allem wenn die Hälfte aus Zucker besteht - ein bisschen Schokolade darf es hin und wieder aber sein

Nummer 3: Weißmehl

Damit treffe ich wahrscheinlich gerade einen Nerv, denn momentan ist es ja sehr hip, auf Mehl zu verzichten. Mir geht es dabei aber gar nicht um das Gluten (den Glutenfrei-Hype halte ich nämlich für Blödsinn), sondern um die Verarbeitung. Ich esse lieber Vollkornprodukte, denn sie enthalten - richtig - das volle Korn. Beim Backen kann man Weizenmehl gut durch Vollkornmehl ersetzen, man muss nur die Flüssigkeitsmenge etwas erhöhen, da der Teig sonst nicht feucht genug ist. Der Geschmack ist natürlich kerniger und nicht so "zart", aber ich mag es sowieso lieber etwas herzhafter.

Für mich der perfekte Start in den Tag: selbstgemachtes Müsli aus 3 Zutaten: Naturjoghurt + Obst + kernige Haferflocken. Mein Brot backe ich inzwischen selber, da ich die lange Liste der Zusatzstoffe bei Industriebrot abschreckend finde (und leider auch die meisten Bäcker inzwischen nicht mehr selber Teig herstellen, sondern industriellen aufbacken). Ich nutze eine Bio-Mischung der Bronnmühle Rottenburg aus nur 3 Zutaten: Dinkelvollkornmehl, Hefe und Salz. Ein Kilo Mehl reicht für 2 Brote, die man mit Kernen oder Zwiebeln aufpeppen kann. Das Brot hält übrigens 7 Tage im Brotkorb, ohne zu schimmeln!


Nummer 4: Sojaprodukte + Mandeln

Soja ist einer der Top-Wege, um Fleisch oder Milchprodukte zu vermeiden, aber mir kommt estrotzdem nicht in den Einkaufskorb. Der Grund: Sojaprodukte sind mir einfach zu stark verarbeitet! In meiner Familie gibt es einen Fall von Urtikaria (= Nesselsucht mit unerträglichem Jucken), der mit großer Wahrscheinlichkeit von Lebensmitteln hervorgerufen wurde, auf jeden Fall aber verstärkt wird. Ich habe mich deshalb mal mit den Herstellungsprozessen verschiederer Lebensmittel beschäftigt und Soja als für mich zu stark verarbeitet herausgefunden. Je mehr Arbeitsschritte etwas durchläuft, desto mehr kann dabei auch schiefgehen, oder?

Was die Herstellungsbedingungen angeht, möchte ich auch weniger Mandeln konsumieren, da fast 4 Liter Wasser für eine einzige Mandel gebraucht werden (Artikel in der FAZ). Ich esse Mandeln sehr gerne, aber durch die Dürre in Kalifornien 2015 habe ich mir darüber mehr Gedanken gemacht und entschieden, dass ich nicht mehr jeden Tag Mandeln als Snack essen werde (wie ich es Anfang letzten Jahres noch getan habe). Natürlich ist das nur ein kleiner Schritt, aber dafür einer, den ich guten Gewissens gehen kann, ohne mich dadurch besonders einzuschränken.

Mandeln schmecken toll, gibt es aber für mich nur noch sehr wenig


Nummer 5: Proteinpulver

Damit schließe ich mich direkt an Nummer 4 und die Hochverarbeitung von Lebensmitteln an, denn dieses Zeug ist mir einfach nur unheimlich. Pulver, das aus Milch, Molke, Ei, Soja oder anderen Stoffen extrahierte Proteine enthält, am besten noch in konzentrierter Form? Unfassbar, wie man einerseits gesundes Essen (clean eating, raw, vegan etc.) propagieren kann und andererseits so ein Zeug auf seinem Speiseplan hat. 

Außerdem halte ich es wie bei Nummer 1: ich ernähre mich so, dass ich alle nötigen Stoffe mit dem Essen aufnehme. Ich möchte einfach keine Pulver, Pillen oder Flüssigkeiten zu mir nehmen müssen, die künstlich hergestellt wurden. Meine Proteine bekomme ich über den Joghurt, den ich früh esse und über Fisch und Geflügel, das ich über die Woche verteilt zu mir nehme. Wer Milch und Co. nicht mag, nicht verträgt oder Veganer ist, kann seinen Bedarf z.B. auch über Hülsenfrüchte decken.


Was sind eure No Gos beim Essen?

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