Donnerstag, 4. Juni 2015

aus aktuellem Anlass: meine Tipps gegen Stress in Prüfungszeiten


Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: ich schreibe gerade Prüfungen, und diese Zeit kann man ja nicht gerade als besonders entspannt bezeichnen. Ihr kennt das alle: ob Klausuren in der Schule, 10-Klasse-Prüfungen, Abitur, Assessment-Center, Uni-Klausuren oder eben Abschlussprüfungen - das Stresslevel steigt. Entweder man kommt damit klar, oder man fängt an, sich verrückt zu machen. 

Erst gestern habe ich euch ein bisschen mein "Leid" geklagt (wobei, selbstgewähltes Elend würde es auch treffen), und da ich heute noch frei habe, kam mir die Idee zu diesem Post. Eigentlich gehöre ich nämlich von Haus aus zu Kategorie 2, die ich "die Ausraster" nenne. Sie können mit Stress nicht gut umgehen und werden im schlimmsten Falle dadurch sogar gehemmt. 

Inzwischen kann ich aber voller Stolz behaupten, dass ich mich in Kategorie 1 hochgearbeitet habe, nennen wir sie "die Bezwinger". Sie nehmen Stress als Ansporn und können ihn in Motivation für sich umwandeln. Dabei fallen ihnen Prüfungen gar nicht unbedingt leichter, aber sie sind viel entspannter, was den Umgang damit angeht. Deshalb möchte ich heute einfach mal meine Tipps sammeln und aufschreiben, wie ich mit Stress-Situationen umgehe. 


Tipp 1: durchatmen!

Klingt blöd und wie aus einem 5€-Ratgeber aus dem Wühltisch, zugegeben. Aber ich kenne genügend Menschen, die schon bei dem Gedanken an eine Prüfung (oder andere Dinge, die Stress verursachen, z.B. eine Präsentation auf Arbeit) anfangen, schwer zu atmen. Ich habe in der Uni mal an einem Kurs über Atemtechnik teilgenommen und dort gelernt, dass man sich auf seine Atmung konzentrieren soll (also Heben und Senken der Brust beim Ein- und Ausatmen), das beruhigt alleine durch die Ablenkung. 

Es hilft außerdem, mit den Fingern oder den Knöcheln auf den oberen Teil der Brust (unterm Hals) zu klopfen. Dort befindet sich die Thymusdrüse, deren Stimulation belebend und ausgleichend wirken soll. Dieses "Thymusklopfen" mache ich vor jeder Prüfung oder Herausforderung und bilde mir zumindest ein, dass es hilft. Da ich keine Ärztin bin, kann ich euch aus der professionellen Sicht nichts dazu sagen, habe euch aber mal einen Artikel von einer Gesundheits-Website rausgesucht.


Tipp 2: richtig Essen!

Auch das klingt wieder abgedroschen, aber nicht umsonst existiert der inzwischen aus dem
Englischen in unseren Sprachgebrauch importierte Begriff "Soul Food". Was auch immer ihr gerne esst, gönnt es euch! Alleine das kann dazu führen, dass man sich besser fühlt, weil Endorphine ausgeschüttet werden. Ich esse zum Beispiel sehr gerne Mango und Ananas, aber auch Cashewnüsse, Rosinen und - shame on me - die Haribo Primavera Schaumzuckererdbeeren. Kennt ihr die? Furchtbar süß, aber ich könnte eine ganze Tüte alleine aufessen.

Zu meinen Prüfungen (eine Klausur geht 5 Stunden) nehme ich momentan 2 selbstbelegte Vollkorn-Brötchen mit (mit Salat, Gurke, Käse und Schinken), einen Apfel, Traubenzucker für den Notfall, eine Mini-Tupperdose mit Studentenfutter und eine mit den Haribo Erdbeeren. Bitte auch nicht vergessen: immer genug trinken! Ich habe eine Literflasche stilles Wasser dabei, die ich auch auffüllen kann, wenn ich mehr brauchen sollte.


Tipp 3: sich etwas gönnen!

Wenn ihr kurz vor der Situation steht, die euch belastet, oder so wie ich während der Prüfungen einzelne freie Tage habt: nutzt sie für etwas, das euch gut tut. Geht z.B. zum Friseur oder zu einer Massage und lasst euch dort verwöhnen. Bei mir um die Ecke gibt es eine Physiotherapie, die auch Massagen für Selbstzahler anbietet und bei der ich mir öfter mal einen Termin für 25 Minuten Sofort-Entspannung geben lasse. Ist übrigens auch sinnvoll, wenn man wie ich viel schreibt, weil so gleich die oft verkrampfte Armmuskulatur gelockert werden kann.

Meine Familie schwört auch auf Sauna, wenn es um Entspannung geht, eine Freundin lenkt sich am liebsten bei einem Treatment der Kosmetikerin ab und wenn ich das Geld dazu hätte, würde ich öfter mal in einem Spa einchecken. Adressen dafür gibt es z.B. hier. Wem das alles nicht liegt, kann es mit Lesen versuchen. Natürlich keine Fachzeitschriften oder eine so komplexe Geschichte, dass die ganze Aufmerksamkeit fixiert ist, sondern etwas Leichtes. Ich habe die Grazia und die Petra abonniert und liebe es, mich in den Garten zu legen und einfach mal die Bilder anzuschauen und die Artikel zu überfliegen.


Tipp 4: Bewegung / Sport!

Wer meinen Blog in den letzten Wochen gelesen hat, hat sicher auch meine wöchentlichen Berichte über mein Training mitbekommen (ihr findet alle unter dem Label "Sport"). Ich mache ja 6 Tage die Woche je eine Stunde Sport mit Blogilates auf Youtube und zusätzlich 2 x 45 Minuten Power Plate. Als ich Dienstag die erste Klausur geschrieben habe, habe ich meine Einheit nicht ausfallen lassen, sondern von früh auf abends verschoben. Gestern habe ich gleich früh wieder angefangen und festgestellt, wie sehr es mich "runterbringt", wenn ich trainiere.

Ich denke an nichts, kann loslassen und mich nur auf meinen Körper konzentrieren. Ich bin ja der Ansicht, dass körperliche Betätigung gerade bei geistigen Arbeiten essentiell als Gegengewicht nötig ist, um nicht durchzudrehen. Ihr müsst ja nicht trainieren wie ich, aber schon ein Spaziergang, etwas Joggen, Seilspringen oder vielleicht auch Liegestütze können helfen. Was immer euch liegt, bewegt euch einfach. Wer rumsitzt, hat zu viel Zeit, über die Situation nachzudenken und an sich zu zweifeln.



Ich hoffe, ich konnte euch helfen und würde mich freuen, wenn ihr mir eure Tipps für Stresssituationen verratet!

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