Mittwoch, 21. Januar 2015

MBFWB AW 15/16: Tag 2 [Anja Gockel, Lena Hoschek, Minx, Barre Noire, Rebekka Ruetz, Dimitri]


Die Berlin Fashion Week ist in vollem Gange und ich war gestern mittendrin. Da ich heute und morgen arbeiten muss, habe ich mir den Dienstag voll mit Shows gepackt und war am Ende auch ganz schön erledigt, kann ich euch verraten! Es folgt nun ein langer Post mit meinen jeweiligen 4 Lieblingslooks der 6 Shows, die ich besucht habe.

Anja Gockel
Bilder via Mercedes-Benz Fashion
So war die Mode: Anja Gockel zeigt für die kommende Saison viel Leder und schweren Strick. Auch Fell wurde eingesetzt, wobei ich nicht erkennen konnte, ob Fake oder echt. Aufgefallen sind mir neben dem recht spärlichen Einsatz von Farbe die Betonung der Taille. Der All-Black-Look (drittes Bild) ist übrigens mein Lieblingslook, er lässt das Model wirken wie ein moderne Amazone.

Und sonst so? Anja Gockel zeigt immer früh um 10, was es für die Nachtschwärmer unter den Modewochenbesuchern schwer macht, pünktlich zu sein. Diesmal war die Show aber äußerst gut besucht, es war kaum ein Platz frei. Am schönsten fand ich einige ältere Damen, die sich so über die Show gefreut haben, dass jeder wusste: die gehören hier hin!

Fazit: Tragbar, aber nicht langweilig. Zwar sind nicht alle Kreationen meins (und man sieht auch, dass sie teilweise an eine ältere Zielgruppe gerichtet sind), aber dennoch konnte ich einige Lieblingsstücke ausmachen.


Lena Hoschek
Bilder via Mercedes-Benz Fashion
So war die Mode: Unter dem Motto "Die Blaue Stunde" zeigte Lena Hoschek diesmal fast nur monochrome Designs. Zwischendurch fanden sich ein paar unaufgeregte Musterprints, aber weniger als sonst. Jedes einzelne Design ist figurbetont und orientiert sich an der Sanduhr-Silhouette. Keypiece wie immer: das Hochzeitskleid am Schluss.

Und sonst so? Bei Lena Hoschek ist die Promidichte erfahrungsgemäß recht hoch, so auch dieses Jahr wieder. Viele der Damen trugen mit Stolz Kreationen der österreichischen Designerin. Kollege Marcel Ostertag saß in der ersten Reihe und verfolgte die Modenschau sehr gebannt. Hingucker: die toupierten Hochsteck-Frisuren der Models.

Fazit: Neben Dimitri ist die Show von Lena Hoschek die, auf die ich mich mit am meisten freue. Umso mehr, als dass dieses Mal keine Muster, sondern Farben und Monochromität im Vordergrund standen. Ich bin zwar ein größerer Fan der Sommermode, aber diese Winterkollektion kann sichsehen lassen. Für mich bitte einmal das erste, zweite und dritte Kleid aus der Bilderreihe.


Minx
Bilder via Mercedes-Benz Fashion
So war die Mode: Eva Lutz setzte vor allem auf Strick, was ich für die Herbst-/Wintersaison auch sinnvoll finde. Im Endeffekt wollen die Designer ja nicht nur zeigen, was sie können (Stichwort Showpieces), sondern auch verkaufen. Und die tragbare Mode kommt garantiert super an. Mir haben vor allem das Wickelcape (Bild 3) und die Eggshape-Mäntel gefallen.

Und sonst so? Einige Prominenz saß in der ersten Reihe, auch einige Redakteurinnen habe ich gesehen, die fleißig mitsgeschrieben haben. Das sieht man nur noch selten, die meisten zücken ja ihr Smartphone oder gleich ihre Spiegelreflexkamera. 

Fazit: Jedes Mal am Ende der Show denke ich, wie toll und lässig die Designerin Eva Lutz in ihren eigenen Kreationen aussieht. Und: schöne Stricksachen, die definitiv sehr passend für Herbst/Winter sind.


Barre Noire
Bilder via Mercedes-Benz Fashion
So war die Mode: Ich war sehr überrascht! Metallic trifft gedeckte Farben, weibliche Schnitte treffen auf loose fit, Strick auf Leder. Sehr schön gemachte, stimmige Kollektion. Und wie man sieht, hat der Kupfer-Trend aus der Einrichtungs- und Schmuckbranche nun auch auf die Mode übergegriffen.

Und sonst so? Die Show war meine erste im Stage-Bereich, wo man als Zuschauer entweder steht oder auf Bänken (allerdings ohne den Höhenunterschied, weswegen man weniger sieht). Toll ist, dass am Ende die Models stehe bleiben, damit man nochmal Bilder machen kann.

Fazit: Seit ich Timm Süssbrich bei Fashion Hero auf Pro7 gesehen habe (das Format an sich war ja leider nicht sehr erfolgreich), bin ich Fan! Ich mag die Mischung aus Streetstyle und Eleganz, irgendwie symbolisiert das für mich Berliner Stil.


Rebekka Ruetz
Bilder via Mercedes-Benz Fashion
So war die Mode: Die Kollektion bedient sich auffallend an maskulinen Schnitten, akzentuierte Schultern und Materialmixe stehen im Vordergrund. Mir haben es besonders die Leggings angetan, auch wenn mancher jetzt "war alles schon mal da" rufen mag. Auch stark vertreten: ein Print, der in verschiedene Stücke integriert wurde.

Und sonst so? Zum Schluss kam ein Male Model mit einem Stuhl auf den Laufsteg, der die Aufschrift "Fake Fur only" trug. Dieses Bekenntnis gegen Pelz führte im Publikum zu spontanem Beifall. Annabell Mandeng, Claudia Effenberg und Ivy Quainoo konnte ich in der ersten Reihe sitzen sehen.

Fazit: Mit den Applikationen sind die Entwürfe von Rebekka Ruetz nicht unbedingt tragbar, aber da sie an den meisten Stücken abnehmbar sind, da es sich um Shoulderpieces handelt, relativiert sich das. Wichtig für mich: ich kann in der Show die Handschrift der Designerin wiedererkennen. Ketten und ein leicht martialischer Look waren schon immer Markenzeichen des Labels und gehören für mich auch unbedingt dazu.


Dimitri
Bilder via Mercedes-Benz Fashion
So war die Mode: Wie immer setzt Dimitri auf gleichsam körperbetonte und wallende Schnitte. Wolle, Kaschmir, Seide, Crepe de Chine und Leder waren die dominierenden Materialien. Dimitri bleibt seinem Markenzeichen treu und zeigt vor allem ausgestellte und hautenge Kleider. Die Farbpalette ist breit, endlich mal nicht nur schwarz. Die Kollektion ist inspiriert von Ethno-Symbolen und  or allem bei den Abendkleidern werden Drapierungen verwendet.

Und sonst so? Bei dieser Show habe ich am meisten iPhone-Bilder/Videos gemacht, weil die großen Roben an den Models einfach so schön über den Catwalk schwebten, dass ich das filmen musste. Die Promidichte war hier recht hoch (Jana Pallaske, Ivy Quainoo, meine Lieblings Ex-MTVjane Anastasia). Dumm nur, dass 19.30 Marcel Ostertag offsite gezeigt hat, das dürfte einige in Planungsprobleme gestürzt haben.

Fazit: Die Perfektion in der Schnittführung kitzelt das beste aus einem weiblichen Körper heraus (wenn man es nicht mit dem komplett anderen Stil von Lena Hoschek vergleicht, was eigentlich auch nicht geht). Ich habe nichts anderes erwartet! P.S. Das Kleid ganz rechts würde ich gerne mal anprobieren, bin dafür aber sicher 20 cm zu klein...

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