Sonntag, 9. Dezember 2012

he can't read my poker face

Die Weihnachtszeit bricht an: Zeit, sich selbst mit einigen hochwertigen Textilien zu beschenken. Ein großer und zeitloser Favorit kommt für diese Saison gerade aus Italien. Das Design-House “CAMO” hat ohne Schnörkel eine Kollektion für den Herbst/Winter 2012 entworfen, die einen klassischen Look mit moderner Einfachheit kombiniert. Wer in Teile investieren möchte, die auch in den nächsten Jahren immer wieder Aufmerksamkeit erregen werden, sollte sich mal die “Casino Collection” ansehen.

Der Name “Casino Collection” entspricht voll und ganz den Bildern der Kollektion. In gemütlicher Runde versammelt man sich um den heimischen Pokertisch im Landhaus, wo dann um alles oder nichts gespielt wird. Tatsächlich sind die geraden Schnitte aus der Arbeiterbewegung der 20er Jahre in den Vereinigten Staaten wiedererkennbar, wo Poker als Hobby eine ganz große Rolle spielt. Auch Italien wird ordentlich repräsentiert: wer bei den beiden Bildern unten nicht auch an Mafia-Bosse in schicken Anzügen denkt, der hat einige Filme verpasst!

 Inspiration: der große Gatsby (hat den jemand schon gesehen?)

Die Westen, Krawatten und Nadelstreifenanzüge versprechen Seriosität und Lässigkeit zugleich (wobei ich finde, dass ein Mann im Anzug immer sehr elegant und verbindlich aussieht, aber mit der richtigen Attitüde nie spießig). Ich muss zugeben, dass ich es kleidungstechnisch manchmal bedauere, in der heutigen Zeit zu leben - früher war eben alles eleganter!

Auch die Frauen kommen in der Kollektion logischerweise sehr burschikos daher, denn in den 20ern waren schwingende Röcke garantiert nicht modern. Hüte und Trenchcoats, Cardigans und gedeckte Herbstfarben dominieren das Bild. Das Schöne daran besteht in der Kombinationsfreudigkeit der einzelnen Teile der Kollektion. Wer sich nicht ganz und gar anziehen möchte wie ein italienischer Mafiaboss beim Glücksspiel, der kann gerade die Strickstücke wie Cardigans super nutzen, um ein schlichtes Outfit aufzuwerten.

Bilder via

Manchem mögen Hosenträger vielleicht zu viel des Guten sein, aber sie geben dem Look einen bestimmten Charme. Die Schnitte sind clean und ohne viel Spielerei, aber sie können durchaus durch kleine Accessoires und Highlights aufgewertet werden. Die Atmosphäre ist durch die gedeckten Braun-, Ocker- und Bordeauxtöne ganz klar eine bequeme und herbstliche, perfekt also für kühles Regenwetter und Abende, die man nicht unbedingt alleine zu Hause verbringen will.
Der Look ist sehr charakteristisch für den modernen Dandy-Look. Ausschlaggebend sind Reiterhosen, der Nadelstreifenanzug, Gehröcke, Stoffe wie Seide und Samt sowie Accessoires wie Krawatten, Einstecktücher und Fliegen oder Schleifen bei Frauen. Wer es ohne nicht mehr aushält, sollte auch direkt die Taschenuhr mitkaufen. Die verleiht dem Outfit einen magischen Touch von Herrengesellschaft und Dekadenz.
Und mal ganz ehrlich: wer muss bei dem Bild nicht an Chuck Bass denken, wie er im Hotel Empire sitzt und mit einem Glas Whisky wieder mal plant, die Welt (bzw. die Upper East Side) zu beherrschen? Ich bin ja immer ganz hin und weg von seiner Kleidung in der Serie und finde, die Person, die die Outfits aussucht, macht einen wundervollen Job :)

Also: wäre es etwas für euch, solche Sachen zu tragen, oder würdet ihr euch darin einfach nur verkleidet vorkommen?

1 Kommentar:

  1. Ich finde diesen Style echt sexy ;) Aber die Balance zwischen Stil - Verkleidung im echten Leben zu behalten, ist wahrscheinlich nicht ganz leicht.

    Alles Liebe,
    Kristina

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