Sonntag, 4. März 2012

Eine kleine Geschichte vom Vergessen und Wiederfinden, oder: ich glaube wieder an das Gute im Menschen

Bevor ich meine Geschichte beginne, zeige ich euch das Objekt, von dem sie handelt: mein Klauenring von Fashionology, ein Geburtstagsgeschenk und Beginn meiner Liebe für auffälligen Silberschmuck.

Achtung: die Geschichte wird lang!

Ich habe die Angewohnheit, Ringe beim Händewaschen abzunehmen und auf den Seifenspender zu legen, damit der Schmuck nicht nass wird. Auch Donnerstag tat ich das wieder - so weit, so gut.

Etwa eine halbe Stunde nach dem Händewaschen saß ich in der Bibliothek und wollte gedankenverloren an meinem Ring rumspielen, Das Problem war, es war kein Ring zum Rumspielen da! Mir entfuhr ein kurzes "Scheiße", weshalb mich K. und andere Kommilitonen wütend ansahen.
Ich sprang natürlich sofort auf und rannte in der Hoffnung von der Bib zurück in die Uni, den Ring hätte niemand bemerkt und er würde noch so daliegen, wie ich vergessen hatte.

In dem Bad angekommen, wurde meine Befürchtung wahr: der Ring war natürlich weg! In einer Mischung aus Verzweiflung und Wut auf die vermeintliche Diebin rannte in ins Unicafe, die Mensa und zur Pförtnerin, um nach dem Ring zu suchen. Natürlich wurde er nirgends abgegeben, der Pförtner war gleich ganz verschwunden.
Zurück in der Bib machte ich mich sofort daran, einen Suchzettel zu schreiben und darauf einen grandiosen Finderlohn zu versprechen.

K. fasste sich ein Herz und schlug vor, den Zettel gleich anzuhängen, damit die Finderin ihn vielleicht noch sehen könnte - gesagt, getan! Als wir wieder in dem Bad ankamen, folgte die große Überraschung: auf dem Seifenspender klemmte ein roter Zettel mit der Aufschrift "silberner Ring gefunden, bei der Pförtnerin abgegeben". K. und ich rannten also dorthin, und tatsächlich hatte die ehrliche Finderin den Ring nach ihrem Fund postwendend abgegeben. Wie mir die Pförtnerin übrigens sagte, war das auch der Grund, warum ich sie nicht angetroffen hatte, als ich zum ersten Mal da war (scheinbar war sie kurz mit dem Ring weggegangen).

Ich glaube, ich war in letzter Zeit selten so erleichtert wie in dem Moment, als ich mir den Ring wieder an den Finger gesteckt habe - Ende gut, alles gut, wie man so schön sagt.
Und die Moral von der Geschicht': beim Händewaschen Ring abmachen - lieber nicht.

1 Kommentar:

  1. Oh jeee, ich kenne das! Da hast Du wirklich Glück gehabt :)

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